Sonntag, 7. Juni 2009

augusta im regen


...mit liebem Gruß an Mandy, meine Rosenfee ;)

Meine Augusta Luise, die ich letztes Jahr unüberlegt aus dem Gartenmarkt gerettet und einfach mal planlos eingepflanzt habe, hat ihre erste Blüte...leider muss sie im Regen stehen, aber sie wirkt nicht so zimperlich als das es ihr etwas ausmachen würde. Und - die Blüte ist wirklich RIESIG und superschön...zum Größenvergleich noch ein Foto mit Hand.


Freitag, 20. März 2009

Moment mal....

...ich kenn' sie doch - sie heißen...irgendwie..."Frühling" oder so, richtig?

Sonntag, 15. Februar 2009

"Rheinsteig" sagt sie...

...und erinnert mich damit daran, das es langsam an der Zeit ist, mich von meinem Winterstarren-Standby wieder auf ein annehmbares Fitness-Level hochzusporteln. Ein kurzes Läufchen pro Woche und/oder ein halbstündiges Herumhampeln an den Geräten im Fitness-Studio mag zwar recht entspannend sein, ist abereinem für mich befriedigenden Zustand von Ausdauer und Kraft nur minimal (wenn überhaupt) zuträglich. Bereits meine letzte Berheinsteigung zum Jahresende hat mir zwar jede Menge Glücksgefühle, aber auch einen mörderischen Muskelkater beschwert, den ich sogar als Erinnerung mit ins neue Jahr schleifen durfte.

Und da die Rheinsteig-Etappe, die Anja und ich uns bereits letztes Jahr im Geiste als "in Bälde zu bewandern" markiert hatten, ein nicht zu unterschätzendes Maß an körperlicher Belastbarkeit voraussetzt, wird ab heute der faule Leib wieder regelmässig mehrmals wöchentlich ertüchtigt. Luja, sog' I!

Passend zum Vorhaben sind mir die Wettergötterheute ausnehmend hold, und so tapse ich nach einem leckeren Frühstück frohgemut vor die Haustüre, befinde die dort herrschende Temperatur für "scheißekalt" und trabe los. Petrus hängt die Sonne ans Firmament, es weht ein nicht zu strenges aber dafür doppelt eisiges Lüftchen, das mir deutlich spürbar tiefe Neufalten unter die Augen gräbt. Nachdem ich gestern beim Friseur ein Interview mit der großartigen Diane Keaton zum Thema "Schönheitswahn" gelesen habe, heiße ich die gerade entstehenden Furchen freundlich willkommen. Immer her damit, in meinem Antlitz ist noch jede Menge Platz.

Das Laufen klappt erfreulich gut, langsam aber entspannt - es macht Spass, mir fällt unterdessen eine Lösung für ein berufliches Problem und ein neues tierfreies Backrezept zum Ausprobieren ein, ich stolpere über den nervösen Chihuahua einer stark geschminkten Altlady im wallenden Pelzmantel, bekomme Atemnot vom Parfüm derselben und habe alles in allem eine Menge Spass. Und am Ende 8 km auf der Uhr. Fehlen zur geplanten Rheinsteig-Etappe nur noch schlappe 15 oder so...und ungefähr 180.000 Höhenmeter, grob geschätzt - die lauf' ich dann halt beim nächsten Mal.

Donnerstag, 29. Januar 2009

I like to move it, move it...

Da ich ja im echten Leben mittlerweile seßhaft und sittsam geworden bin, lebe ich meinen Umzugsdrang und Wunsch nach mehreren Wohnsitzen einfach in meinen Blogs aus und ziehe mit dem Thema "tierfreie Ernährung" hierhin um:

http://tierfrei-mampfen.blogspot.com/

Wer Lust auf leckere Rezepte und mehr zum Thema "veganem Futtern" hat, ist herzlich eingeladen, vorbeizuschauen - wer keinen Bock auf dieses Thema hat, kann sich weiterhin hier in der Gedankenschmiede tummeln ;)

Mittwoch, 28. Januar 2009

Kollateralnutzen meiner tierfreien Ernährung

Bedingt durch meine derzeitige (und mich mit jedem Tag mehr überzeugende und begeisternde) tierfreie Ernährung ist mir das Zutaten-Listen-Scannen von Nahrungsmitteln bereits nach nun etwas über 2 Wochen zu einer instinktiven Gewohnheit geworden. Obwohl ich mich bisher eigentlich für „relativ informiert“ hielt, erstaunt es mich mit wachsendem Ausmaß, was ich da so alles an Überraschendem oder Gruseligem auf den entsprechenden Verpackungen und bei späterer Recherche im Netz auf den entsprechenden Herstellerseiten lesen kann.

So hat sich z.B. ein Nudelsnack Geschmacksrichtung „Ente“ laut Zutatenliste und dessen Webseite als vollkommen tierfrei herausgestellt, lecker, lecker - Dr. Frankenstein und sein Labor lassen grüßen, Prost Mahlzeit. Eine Fertigsoße Typ Hollandaise jedoch ist laut Herstellerangabe noch nicht mal vegetarisch, obwohl die Zutatenliste nur folgendes hergibt:
22% Sonnenblumenöl, 5 % Eigelb, Stärke, Zucker, Jodsalz, Zitronensaft, Weißweinessig, Geschmacksverstärker Mononatriumglutamat, Verdickungsmittel Xanthan, Gewürze, Aroma, Farbstoff Paprikaextrakt.
Wo also ist das Tier versteckt, wer ist der Übeltäter? Komm' raus und kämpfe wie ein Mann!

Resultierend aus solchen Überlegungen findet bei mir nun immer häufiger das statt, was ich als „Kollateralnutzen der veganen Ernährung“ bezeichnen möchte – wenn etwas drinne ist, was ich nicht zuordnen kann, dann will ich es gar nicht haben. Basta. Ich ernähre mich also neuerdings in jeder Hinsicht „bewusster“, nicht nur hinsichtlich tierischer Produkte, sondern allgemein. Während ich die Zutatenliste einer Tomatensoße aus dem Glas studiere, überlege ich mir, das ich mir doch lieber und leckerer eine eigene Soße kochen kann. Da weiß ich zumindest was drin ist und muss nicht über Verdickungs- oder Konservierungsmittel, Farbstoffe und Geschmacksverstärker nachdenken. Und schon landen Tomaten, Zwiebeln und Soja-Cuisine im Einkaufskorb und feddisch ist die Kiste.

Prinzipiell ist es nie besonders schwer, eine tierfreie Alternative für irgendwelche Fertigprodukte zu finden, meistens kann ich noch im gleichen Regal einen entsprechenden Artikel finden. Oft fällt mir aber beim Suchen auf, das ich das jetzt gerade eigentlich gar nicht mehr möchte. Wenn ich z.B. einen Keks in der Hand halte, der Milchzucker oder Hühnereiweiß enthält, kostet es mich in den meisten Fällen nur einen Griff ins Nachbarregal und ich finde ein tierfreies Backwerk., bzw. könnte dort eins finden. Aber meistens will ich dann gar nicht mehr, sondern kaufe lieber ‚ne Banane oder einen Apfel- da weiß man watt man hat.

Und – ein weiterer Kollateralnutzen – wenn ich eh schon mal dabei bin, mir die Verpackung penibel anzuglotzen und auf Herz und Nieren zu prüfen, kann ich ja auch gleich mal glotzen, wo das Zeugs denn nun eigentlich herkommt. Geht ja visuell quasi in einem Abwasch, wenn ich eh schon mal am Gucken bin. Und auch da drängt sich Erstaunliches vor meine Netzhäute – da gibt es „Öko“-Produkte aus Chile oder Peru, die ich genauso gut aus heimischen Regionen kaufen könnte. Stattdessen klatscht irgendwer ein Bio-Siegel drauf und lässt das Zeugs einmal quer um den Kontinent fliegen. Um Sojabohnen anzupflanzen, wird der Regenwald abgeholzt. Tolle Wurst.

Aber auch hier: Wer suchet, der findet. Es ist für mich mittlerweile relativ leicht, Tofu und Soja-Erzeugnisse einzukaufen, mit dem mein innerer Gutmensch gut leben kann. Da in Brasilien, Bolivien, Paraguay etc. hauptsächlich genmanipulierter Soja angebaut wird, gucke ich zuallererst nach Bio-Tofu. Bei der Herstellung von Bio-Tofu wird nämlich kein Gen-Soja verwendet, somit ist die Gefahr der Regenwaldrodung für meinen Magen schon mal deutlich dezimiert. Und es gibt einige Anbieter, die sich von der Soja-Bohne aus dem Dschungel distanzieren, die Firma Alpro-Soya z.B. bezieht die dolle Bohne von Vertragsbauern aus Frankreich und Kanada. Aber auch hier geht es noch näher – die Firma Joya baut in Österreich an und produziert auch dort, hach, wie jauchzt da mein Gutmenschherzchen. Und – es geht noch näher – die Firma Taifun bekam 2005 den Innovationspreis Bio-Lebensmittel-Verarbeitung für die Förderung von Soja-Anbau in Deutschland. Tofu und Soja aus Freiburg – ist das nicht prima? Und auch die Firma Tukan Tofu bezieht mittlerweile immerhin 50% ihrer Sojabohnen aus Deutschland und Frankreich. Auch wenn es blöd klingt – mich befriedigt diese Art der Ernährung enorm, ich habe einen Mords-Spass dabei.

Weitere Folgen: Abgesehen davon, das ich nicht nur meine Ernährung hinterfrage und in der letzten Zeit meiner Meinung nach kolossal verbessert habe, öffne ich mein Hirnstübchen entsprechend in allen Bereichen meines Lebens und finde eine Riesenfreude daran, sämtliches Tun und Treiben zu hinterfragen und mir mögliche Alternativen zu überlegen. Muss ich nun wirklich mit dem Auto in die Stadt fahren oder wäre es nicht schöner, die paar Schritte zu Fuß zu gehen? Warum schreibe ich nicht einfach eine Postkarte mit einem richtigen Stift und 'ner Briefmarke statt einer schnöden E-Mail? Ich könnte doch etwas lesen statt mir diese dämliche Sendung im Fernsehen anzuglotzen.

All' das sind kleine Nebenwirkungen meiner tierfreien Ernährung – mir scheint, wenn man einmal anfängt, Dinge zu hinterfragen, öffnen sich regelrecht die Gedankenmaschinen-Schleusen, ich fühle mich insgesamt einfach wacher und aufgeweckter. Und das kann nur gut sein, da muss ich mich selber gar nicht mehr überzeugen.

Vermutlich bin ich nicht gerade der Vorzeigetyp, was Mitgefühl und Empathie angeht. Die Tatsache, das zur Käseherstellung ein Enzym aus dem Magen wonniger Kälbchen (bei Interesse siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Lab) benötigt wird, lässt einen frischgeriebenen Parmesan oder würzigen Pecorino für mich nicht weniger köstlich schmecken. Das puschelig-gelbe Eintagsküken in Hühnerbrütereien gleich nach dem Schlüpfen mit Kohlenmonoxid vergast (bei Interesse siehe den Gesetzestext des Tierschutz-Schlachtgesetzes unter http://bundesrecht.juris.de/tierschlv/BJNR040500997.html) und u.a. als Futter an Zoos und Tierhandlungen verkauft werden, macht mein Spiegelei mit Schnittlauch nicht weniger knusprig. Mein Milchreis oder Fruchtjoghurt ist auch angesichts der Tatsache lecker, das eine Milchkuh in der Nutztierhaltung oft statt nach 20 Jahren bereits nach 5-6 Jahren den Löffel abgibt. Aber dennoch ist es eben die Summe all dieser Fakten und noch vieler, vieler mehr, die mir meine neue tierfreie Ernährung deutlich und nachhaltig sympathischer macht. Ich hätte tatsächlich im Vorfeld nicht erwartet, wie befriedigend es sein kann, auf Tiermampf zu verzichten – für mich fühlt es sich einfach netter und fairer an. Ich esse gerne lecker und nett. Ha. Vielleicht ist die ganze vegane Kiste für mich auch einfach nur ein selbstsüchtiger Egotrip mit dem einzigen Zwecke, meinem inneren Gutmenschen unablässig anerkennend auf die Schulter zu klopfen und ihm zu bestätigen, was er doch für 'ne coole Sau ist. Naja, sei's drum.

Zum Thema „Klimaschutz und Ernährung“ gibt es mittlerweile hunderte von Studien, die man überzeugend finden kann oder anzweifeln darf. (http://www.vegetarismus.ch/klimaschutz/index.htm). Viele Aspekte und Erkenntnisse der Forschung sollte man zumindest mal gehört haben und überdenken, aber immer auch kritisch beleuchten und Gegenmeinungen anhören. Ich habe einige Berichte und Studien gelesen und finde vieles davon interessant, manches überzeugend, manches nicht. Aber ich bin mir doch ziemlich sicher, das ich mich in meiner derzeitigen Lebensform auf jeden Fall „ökologisch verträglicher“ verhalte als vorher. Und das wiederum gibt mir ein saugutes Gefühl, ganz persönlich für mich alleine in mir drinnen.

Die Frage „Denkst Du, Du bist jetzt ein besserer Mensch?“ kann ich nur vehement und ohne zu zögern mit einem „JAWOLL, aber SOWATT VON!“ beantworten. Wobei dieses alberne Selbstbewußtsein keineswegs daher rührt, das ich tatsächlich denke, „besser“ als irgendeiner meiner Mitmenschen zu sein oder irgendwem da draußen moralisch überlegen bin – ich bin einfach nur besser als ich selber. Ich bin ein besserer Mensch als mein „Vor-einem-Monat-Ich“, weil sich diese Lebensweise einfach stimmig und zufriedenstellend für mich anfühlt. Natürlich ist tierfreies Mampfen kein Ablaß für alle Öko- und sozialen Sünden, da ist mir klar. Leben verdrängt immer Leben, für mein Leben und meine Existenz werden auch Tiere geschlachtet, Pflanzen abgeschnitten, Luft verschmutzt, ich verbrauche Ressourcen und Energie. Aber ich versuche, das Ganze für mich möglichst einzuschränken...aber hier muss ich wohl noch einiges lesen und lernen.

Was den Gesundheitsaspekt meiner tierfreien Ernährung angeht, dazu kann ich logischerweise nichts sagen. Es ist nicht so, das ich morgens voller Elan aus dem Bett springe, körperliche Höchstleistungen vollbringe, strahlend schön und kernig aussehe – und das alles nach knapp 3 Wochen. Aber – ich fühle mich besser. Einfach so. Und ich kann mir gut vorstellen, dabei zu bleiben...im Moment sehe ich für mich keinen Grund, wieder Fleisch oder Milch zu essen. Ohne iss' einfach muckeliger ;)

Ich habe einige Studien gelesen, die China- und die ADA-Studie z.B. finde ich für mich schlüssig.. Aber ich werde den Teufel tun, tierfreie Ernährung als einzig wahres Credo anzupreisen, dafür weiß ich selber noch viel zu wenig und habe kaum eigene Erfahrungen vorzuweisen.Wäre ja echt übel, wenn ich in einem halben Jahr mit schlimmsten Mangelerscheinungen zusammenbreche und 100 meiner Freunde und Bekannte mit hämischen „Ha!-ha! Datt haste jetzt davon!“ an meinem Krankenbett stehen.

Aber...das meine Haut täglich reiner und klarer aussieht...das finde ich gar nicht mal so schlecht ;)

Samstag, 24. Januar 2009

Watte statt Nadel

Vor längerer Zeit schon hat Anja in ihrem Blog auf die Wichtigkeit der Registrierung in einer Knochenmarkspenderdatei hingewiesen, und seit genau dieser "längeren Zeit" habe ich mehr oder weniger fest vor, mich da irgendwann mal typisieren zu lassen. Nun ist es halt leider so, das Dinge, von denen ich nicht unmittelbar einen direkten Vorteil habe, bei mir gerne mal auf die lange Bank geschoben und in der Schublade "Mach' ich irgendwann mal!" verschwinden. Der Wille ist da...aber naja...man muss ich ja auch erstmal informieren wie sowas genau vonstatten geht und wo sowas möglich ist und wie das läuft und so. Mach' ich irgendwann mal. Echt jetzt. Ist ja auch wichtig. Sollte man schon machen.

Vor zwei Tagen lief ein Gespräch mit einem Bekannten eher zufällig in eine philosophische Richtung, wir quatschen ein wenig über den Sinn/Unsinn der Anhäufung materialler Güter und deren Wichtigkeit und droschen munter ein paar floskelhafte Phrasen. Was man da halt so redet wenn es um den Sinn des Lebens geht. Blabla eben.

Im Zuge dessen erzählte er mir dann von seiner Ehefrau, die vor Jahren schwer an Leukämie erkrankt war und nur durch eine Knochenmarkspende eines Mannes aus Irland gerettet werden konnte und wie unendlich dankbar er diesem Spender sei.

Oha...Knochenmarkspende....typisieren lassen....da war doch was.

Hätte ebenjener Spender aus Irland seine Typisierung mit der gleichen Ausdauer vorangetrieben wie ich, wäre Sabine (so heißt die Ehegattin) heute mit ziemlicher Sicherheit nicht mehr am Leben. So, Zapperlot, dammisch nochmal, das WIRD jetzt aber mal umgehend erledigt! Schließlich habe ich auch sonst für jeden unnützen Firlefanz Zeit, und davon ist niemand auch nur ansatzweise von vergleichbarer Wichtigkeit.

Auf der Webseite der Deutschen Knochenmarkspenderdatei erfahre ich überrascht, das die Typisierung mittlerweile gar nicht mehr unbedingt über eine Blutabnahme erfolgen muss, sondern das auch die Möglichkeit eines Wangenabstriches mit Watte besteht. Und das man sich dieses Abstrich-Set ganz bequem und kostenlos nach Hause schicken lassen und den Abstrich selber durchführen kann. Ich schäme mich fast zu Tode....bequemer und einfacher geht es doch überhaupt nicht, warum habe ich das nicht längst, längst, längst früher gemacht, ich dusseliges faules Miststück aber auch.

https://www.dkms.de/spender/watte-statt-nadel/index.html

Leute - macht mit!!

Donnerstag, 22. Januar 2009

Voll verkalkt!

Eigentlich bin ich überhaupt kein Markenjünger und in nahezu allen Bereichen meines Lebens mit No-Name-Produkten überaus ausreichend bedient und zufrieden. Anders verhält es sich jedoch bei diesen vermaledeiten (und sehr preiswerten) Spülmaschinentabs einer bekannten Discounter-Eigenmarke, die ich kürzlich erstanden habe. Die Dinger tun’s einfach nicht. Gläser und Geschirr sind nach dem maschinellen Waschgang oft stellenweise mit einem leicht körnigen Film überzogen und fühlen sich irgendwie stumpf an, und in den Töpfen kleben oft noch Nudel- und Linsenreste in nicht unerheblichem Ausmaß. Meistens muss ich *) beim Ausräumen an einigen Stellen nachwischen, was mich doch mittlerweile kolossal brummelig macht. „Ich sach’ ja – watt nix kost’, datt iss auch nix!“ schimpfe ich vor mich hin, als auch nach einem Test mit zwei dieser Tabs in einem Waschgang das Ergebnis nicht mal ansatzweise zufriedenstellend ausfällt.

„Eigentlich müsste man denen mal einen Beschwerdebrief schreiben, datt iss doch Mist, so was!“ findet mich mein Herzblatt meckernd in der Küche vor „Und morgen kaufe ich wieder Somat-Ultrasupermega mit 10 Funktionen, das kannste glauben!“

„Worüber willst Du Dich denn beim Hersteller beschweren, über diese Tabs hier?“ fragt er und hält den blauen Karton in mein Sichtfeld. „Genau das, Scheißzeug, blödes!“ schimpfe ich.
„Und was willste denen sagen? Das es eine Unverschämtheit ist, das mit ihren Antikalk-Tabs für die Waschmaschine die Gläser und Töpfe in der Spülmaschine partout nicht sauber werden?“

„Öhm….Waschmaschine??“ Ich kneife die Augen zusammen, um die gelbe Aufschrift auf der blauen Packung scharfzustellen. Und richtig - „Anti-Kalk-Tabs für die Waschmaschine“ steht dort deutlich und unmissverständlich. Also echt mal – das ist doch eine UNVERSCHÄMTHEIT, das die Ihre Anti-Kalk-Dinger ganz genauso verpacken wie andere Hersteller ihre Spülmaschinentabs, da soll man sich noch auskennen, da wird’ ich mich jetzt aber mal beschweren! Das ist doch Mist, ist das! (Notiz an mich: Was bin ich doch für ein kurzsichtiger Dämel!)

*) Hier wird das Wort „ich“ verwendet, obwohl unser Haushalt gleichberechtigt funktioniert und mein Herzblatt sich in gleichem Maße um sauberes Geschirr kümmert wie ich. Allerdings ist er in dieser Hinsicht eher unbekümmert und unkompliziert und räumt auch schon mal einen Topf in den Schrank, auf dessen Boden noch so viele Essenreste kleben, das eine 5-köpfige Familie satt würde, und auch schlierige, trübe Gläser wandern gerne mal mit „Ist doch nicht schlimm, ist doch einigermassen sauber“ ins Gläserregal.